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Bericht zum Dalkelauf 2005

 

Dalkelauf Gütersloh 2005, 17.04.2005
Bericht von: Wolfgang Schulte, Haxterlauffreunde Paderborn
Erschienen auf www.lauftreff.de

Anschließend nen kleiner Kurzbericht über den Dalkelauf gestern in Gütersloh 01:33:48; AK M 40: Platz 7, Gesamtplatz 14 [hört sich besser an :-)]

Analog Trainingsplan (die "Fessel" des kleinen Freizeitläufers...) stand am Sonntag, 17. April im Rahmen der Vorbereitung für den Prag-Marathon im Mai ein Check-up über die Halbmarathon-Strecke bei mir an. Nach ungefähr der Hälfte der Vorbereitungszeit sollte die halbe Marathondistanz darüber Aufschluss geben, was in Prag "geht", von wegen Hochrechnung auf eine a) nüchterne und realistische und b) wenn-alles-gut-geht-dann-vielleicht-wow-mögliche Endzeit in dem goldenen Städtchen.

Na ja, gestern "ging" nicht alles... Trotz eines super schnellen und landschaftlich schönen Geläufes in Gütersloh und idealer Wetterverhältnisse (bedeckt, angenehme Temperaturen, nicht zu viel Wind auf der teilweise hierfür anfälligen Streckenführung) hatte ich bei Kilometer 15 ausgespielt.

Bis dahin konnte ich noch das im Vorfeld geplante Tempo von 4:20 für den km halten und hoffte, bei ungefähr 1:32 +/- zu finishen. Hatte mich an einen Strategen festgebissen, der schweigend und monoton die Natur-, vereinzelte Sand-, und Waldwege abriss. Der Halbmarathon-Kurs in Gütersloh ist eine sog. Wendepunktstrecke, d.h. 10.546 m hin und dann wieder zurück. Eigentlich mag ich dies (gibt es auch bei den Ruhrtal-Läufen in Fröndenberg). Aber auf dem letzten Viertel war dann mein Akku alle und es folgte ungewolltermaßen mal wieder ein guter Härte- und Willenstest für die entsprechende Marahtonphase (von wegen "Was machst Du hier eigentlich..." oder "The Minutes after the wall...", oder die "2. Hälfte ab km 35..." oder "Lebst Du noch oder läufst Du schon..." oder die "fragwürdige Ästhetik eines ausgepowerten Langläufers..." ).

Da half auch Franz-Josef Görmann's Anfeuerung nichts mehr... Schließlich gelang es mir aber, nach dem Runterschalten um ein / zwei Gänge noch vernünftig das letzte Teilstück zu passieren.

Tja, sei es drum. Wahrscheinlich zuviel Trainings-Kilometer gefressen (Do. spät abends 20 km, Fr. Bergtraining für Hööörmääähhn) oder aber das recht überschaubare Teilnehmerfeld. Tröstlich war die Kurzanlayse "unter der Dusche" in Gütersloh. Auch ein Mitstreiter kam zum Ergebnis, dass ihm 1 bis 2 Minuten fehlten, da er insbesondere Kilometer-Umfänge trainiert hätte.

Wegen dem "Hermann" in einer Woche und dem zeitgleichen Karstadt-Marathon war das Teilnehmerfeld über den Halbmarathon in diesem Jahr überraschend klein und auch qualitativ nicht sooo dolle besetzt, wodurch mir so einige Reibungspunkte, sprich, Laufkollegas zum Beißen, Treten, Spucken, Mitlaufen, Überholen (und ab 15 km überholt werden...) fehlten. Gerade im zweiten Streckenabschnitt war ich allein unterwegs. Werde in der zweiten Trainigs-Hälfte vor Prag mal einige Trainingseinheiten verkürzen oder ganz streichen. Und den "Hermann" versuchen, bei 5:00 / km weitgehend zu genießen und bloß nicht zuviel zu powern (von wegen den ultimativen 'Im-Vorfeld-Relativierungs-Spruch': "Nur'nen Trainingslauf..."). Irgendwie hab ich das Gefühl, dass manchmal weniger mehr sein könnte... (Jaja, höre schon wieder so einige LauffreundInnen murmeln: "Sach ich doch..." ). Und die Moldau Planungen werden nochmals nüchtern überarbeiten...

Abschließend übrigens noch folgendes: Der Dalkelauf ist wunderbar organisiert. Sehr preisgünstig und sehr nette HelferInnen. Kann ich nur empfehlen für das kommende Jahr.

Gruss Wolfgang Schulte

 



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