Vermischtes - Berichte
 
Die Helden vom Coll de sa Batalla!

Oder, wie man unverhofft einen Berg bezwingt.
Erlebnisse eines Rennradtrainings auf Mallorca 2009

Da waren wir mal wieder zum Rennradfahren auf Mallorca. Brigitte und Siegfried hatten diesmal eine tolle Reise nach Port d`Alcudia organisiert. Betreut wurden wir, wie immer, von DIANA-Sportreisen
Gleich am Sonntag ging es los mit der ersten Ausfahrt. Ziel war das "Cafè Erdbeerkuchen" in Can Picafort. Nach dem Genuss eines riesigen Stückes Erdbeerkuchen und der unvermeidlichen Tasse "Caf'e con Leche" war die Rückfahrt durch die herrliche Frühlingslandschaft ein Kinderspiel.

Am Montag übernahmen dann die Guid's von Diana die Führung der einzelnen Gruppen.
Unsere Gruppe, in der sich fast alle Gütersloher befanden, hatte das Glück von drei Guid`s begleitet zu werden.
Wir fuhren durch die Zentralebene nach Maria de la Salut (77 km).
Am Dienstag ging es in die Cala Sant Vincens. Hier merkten wir, dass es zum Tramuntana Gebirge nicht weit war. Auf der Tour waren einige Anstiege zu meistern. Streckenlänge 70 km.
Mittwochs konnten wir dann selbst eine Tour organisieren. Gedacht war an das Cap Formentor. Der Aufstieg, 4 km steil Bergauf, war ein Abenteuer. Mussten wir uns doch durch Kolonnen von Autos und Bussen quälen.Der Aussichtspunkt Mirador de la Nao und der Leuchtturm am Cap sind nun mal ein Touristenmagnet.
Oben am Mirador angekommen herrschte sehr schlechte Sicht und es wehte ein kräftiger, kalter Wind, so dass wir hier abbrachen und uns lieber in Pollenca einen leckeren Kaffee schmecken ließen.
Am Donnerstag ging es, gewürzt mit einigen kleinen Steigungen nach Petra. Das ist eigentlich ein beschauliches Städtchen mitten auf der Insel, heute jedoch waren alle Rennradfahrer Mallorcas auf dem Marktplatz versammelt. Dementsprechend groß war das Gewusel. Abends hatten wir 95 km auf dem Tacho.

Dann kam der Freitag, bestes Wetter, ca 25 bis 28 Grad bei strahlend blauem Himmel. Ursprünglich war eine Fahrt nach Bunyola am Fuße des Tramuntana Gebirges geplant. Doch es sollte anders kommen!
Start war, wie immer, um 10:00 Uhr am Hotel. Zunächst ging es eine kleine Anhöhe hinauf nach Alcudia.
Die Stadtmauer ließen wir rechts liegen um uns entlang des Meeres der Bucht von Pollenca zu nähern. Kurz vor Port de Pollenca bogen wir "in die Gärten" ab. In die Gärten bedeutet, kleine Sträßchen ohne Verkehr, die durch wunderschön blühende Gärten führen, traumhaft der Duft der Pflanzen.
Stetig näherten wir uns dem ersten Gebirgszug. Die erste große Herausforderung war die Steigung hinauf nach Caimari. Im Ort angekommen gab es zwei Möglichkeiten. Links nach Bunyola oder rechts zum Kloster Lluc.
Vor diesem lag jedoch der 576 m hohe Coll de sa Batalla.
Theo, unser Guid, klärte uns über die Strecke zum Coll auf. Uns erwarteten 8 km Serpentinen, eine kurze Abfahrt, nochmals eine ebenso kurze Steigung und eine Pause im Kloster Lluc.
Nicht lange überlegen, sondern auf ins Tramuntana Gebirge. Und was soll ich sagen, wir haben es nicht bereut. Es war einfach nur toll, die wunderbare Traumwelt des Gebirges vom Fahrrad aus zu erleben. Das kann keine, noch so schöne, Autofahrt toppen.
Im Kloster angekommen, legten wir erst mal eine längere Pause ein.
Danach erwartete uns noch der 515 m hohe Coll de Femenia, den wir mit links meisterten. Dann ging es als Belohnung 14 km in rasender, jedoch vorsichtiger, Fahrt bergab. Es bleibt festzustellen, diese Tour war der Höhepunkt der Rennradwoche auf Mallorca.



Die Helden vom Coll de sa Batalla
von links Hilde, Freddy, Guid Theo, Roland, Petra, Werner



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